Schulverbund Regnitztal
- wir l(i)eben Mittelschule

Die Mittelschule bietet viele Möglichkeiten!

Doch es heißt immer, dass bei vielen Eltern die Mittelschule und ihre vielfältigen Ausbildungs-und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems nicht ankommen bzw. die Chancen nicht voll umfänglich wahr- und angenommen werden.

Ist das so?

Wenn ja, dann soll und muss sich diese Sicht schleunigst ändern!

Denn wir brauchen mehr denn je hochqualifizierte Fachkräfte - die Nachfrage derzeit ist riesig, die Anwärterzahl dagegen gering. Arbeitslose Akademiker, die mittlerweile umschulen, gibt es allerdings schon genug.


Aber nun wollten wir es genau wissen!


Um zu sehen, wo wir als Mittelschule stehen, wie unsere Akzeptanz ist und durch welche Maßnahmen wir uns und unsere Schulart verbessern können, haben wir in den beiden Verbunds-Schulen bei den Eltern der dritten und vierten Klassen eine kurze Umfrage gestartet. Von 150 Elternpaaren haben sich 94 beteiligt. Das ist klasse und zudem signifikant - vielen herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Zeit! 


Mit Ihren Aussagen können wir gut weiterarbeiten.

Die Ergebnisse sehen Sie hier:


UmfrageMS.docx


Auswertungen:

  • Frage 1: Fast 45 % streben Abitur für ihr Kind an, gut 35 % den Realschulabschluss - Quali nur 9 % und den M10-Abschluss, obwohl er gleichwertig zum Realschulabschluss ist, nur 4 %. Das ist erschütternd!
  • Frage 2: Immerhin haben 46 % angekreuzt, dass der Abschluss egal ist, wenn es nur dem Kind gut geht - das ist großartig! Aber gleichzeitig meinen 23 %, dass einem nur mit hohem Bildungsabschluss alle Wege offen stehen - gut 16 % sehen die Weiterentwicklungsmöglichkeiten an der Mittelschule.
  • Frage 3: Hier ist die Verteilung recht ausgeglichen - 39 Personen sehen in der Mittelschule Aufstiegswege, gerade auch für Spätzünder und - Gott sei Dank - nur eine Person meint, dass man es nie zu beruflichem Ansehen schafft, wenn man Mittelschüler ist.
  • In Frage 5 hatten wir die Bildungsabschlüsse der Eltern abgefragt und festgestellt, dass fast immer ein gleichwertiger, wenn nicht besserer Schulabschluss als der eigene für die Kinder angestrebt wird.
  • Die von Ihnen unter Frage 4 erbetenen Tipps fassen wir für uns wie folgt zusammen:

Die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems ist zwar bekannt, aber so ganz glaubt man nicht daran.
Wir müssen in Zukunft:

- bestehende Vernetzungen mit großen Unternehmen, oder den Kammern besser darstellen,
- Beispiele für den Werdegang nach dem Besuch der jeweiligen Mittelschule sichtbar machen,
- konkrete Ausbildungsberufe im Anschluss benennen, für welche der Abschluss auch tatsächlich gebraucht wird
- Berufschancen in Industrie und Handwerk mit ausreichendem Einkommen aufzeigen - dies ist häufig den Eltern nicht bekannt,
- mehr die Stärken - unsere eigenen und die der Mittelschule an sich - herausstellen und

- viel mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Und genau das wollen wir an den Schulen tun! Diese neue Homepage ist der erste Schritt zu (noch) mehr Transparenz.


Vielen Dank für Ihre Anregungen!


Ein paar Antworten von Ihnen als Eltern haben uns sehr berührt und auch positiv gestärkt:

"Die Abschlüsse auf der Mittelschule bieten viele Möglichkeiten, sich danach weiter zu qualifizieren"
"Unser Bildungssystem ist zum Glück sehr durchlässig. Der Schulabschluss ist nicht für den Rest des Lebens entscheidend."
"Es ist sehr schwer, bereits jetzt abzuschätzen, welchen Bildungsabschluss unser Kind zu gegebener Zeit auch erreichen möchte(!). Aktuell sieht es so aus, als könnte unser Kind am Gymnasium gut aufgehoben sein. Wenn sich das aber ändern sollte, werden wir nicht darauf "bestehen" und im Wohle unseres Kindes entscheiden."

"Ich würde sie (die Mittelschule) niemals als „Restschule“ bezeichnen, da die Schüler*innen alle Kompetenzen und Potentiale mitbringen. Ich bin davon überzeugt, dass die Mittelschule in Zukunft strukturell besser aufgestellt werden muss: mehr Lehrkräfte und zusätzliches pädagogisches Personal als Tandempartner in den Klassen." Bemerkung: Das wäre Klasse!

"Die Eltern müssten sich selbst ändern, jeder bräuchte selbst für sich ein Coaching da die Kinder oftmals der Spiegel der Eltern sind, erst wenn man für sich selbst die Verantwortung übernimmt, kann man das Vorbild der Kinder sein, wir führen nur das fort, was über die Generationen passiert ist und um das zu stoppen und nicht an unsere Kinder weiterzugeben, sollte jeder selbst an sich arbeiten. Die Verantwortung liegt nur bei mir selbst und nicht im außen. Die Schule ist nur so gut wie meine Innenwelt! Und ich finde das Konzept sehr gut bis auf ein paar Verbesserungen, zum Beispiel solche Kurse, um die persönliche Weiterentwicklung zu stärken und in ein gesundes Selbstbewusstsein zu kommen."